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Der Papst und das…

18. März 2009

kondom …war ja schon immer eine Geschichte für sich, wir alle kennen die Geschichten, in denen der Papst der Welt erklärt, Sex ist nur da um sich zu vermehren. Drum will er keine Antibabypille und auch kein Kondom. Das ist alles Ok, denn da kann man sagen, das hängt mit seinem Glauben zusammen. Schon in der Bibel steht ja schließlich, liebet und vermehret euch, nicht liebet und habt Spaß daran.

Also kurz gesagt, der Papst steht mit allem was das vermehren während des Aktes verhindern könnte auf Kriegsfuß. Vermutlich gibt es darum auch so viele uneheliche Kinder von katholischen Pfarrern, kein Scherz, die gibt es wirklich, übrigens pro Pfarrer werden erhalten bis zu drei solcher Kinder sogar Alimente vom Vatikan ;-)

Aber wieder zurück zum Kondom, wir alle wissen, das vieler Orts in Afrika Hunger und Elend herrscht. Das dort bereits ungeborene Kinder zum Tode verurteilt sind, denn entweder sie verhungern, verdursten, oder sterben an Infektionen. Eine der dort vorherrschenden Infektionskrankheit ist übrigens AIDS, um das mal in Zahlen zu veranschaulichen, 2007 waren dort etwa 22 Millionen infizierte Menschen, dass sind rund 67% aller infizierten Weltweit. Und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schwangere bereits ihr Kind infiziert liegt zwischen 16 und 30%. Traurige Zahlen oder?

Jetzt kommt Papa Benedetto dort hin und erzählt den armen Menschen, dass sie ihr AIDS Problem nicht durch Kondome lösen können. Und nicht nur das, nein, sie würden ihr Problem verschlimmern.

Ist der Papst schon so überirdisch, dass er die Wahrheit nicht sieht, oder will er sie gar nicht sehen? Ich könnte ihm jetzt mehrere Dinge unterstellen.

1. Der Papst glaubt wirklich, Gott wird seine Gründe haben, warum die Menschen infiziert sind.

2. Der Papst will gar nicht, dass die Menschen sich schützen, weil dadurch über kurz oder lang ein ganzes Volk aussterben könnte.

3. Der Papst glaub selber was er da sagt.

4. Der Papst hat sich überlegt, nach dem es der Kirch eh so schlecht wie nie geht könne er doch mal dafür sorgen, dass sie gänzlich verschwindet weil sie einfach zu peinlich ist.

5 Der Papst dachte sich, lieber negative Promotion als gar keine Promotion

Alle diese Möglichkeiten sind pervers, und ziemlich uncool. Also noch mal schnell für den Papst:

Kondome schützen, sie schützen vor Schwangerschaft, ok, dass du das nicht willst akzeptiere ich. Aber sie schützen auch vor AIDS, sie sorgen zumindest dafür, dass wenn ein Mensch AIDS hat, das die Wahrscheinlichkeit gegen NULL sinkt, einen weiteren Menschen zu infizieren. Nein, er muss es nicht essen, er muss es wie in der bebilderten Bedienungsanleitung einfach nur benutzen.

Also, ich denke, der Papst hat mal wieder den Vogel der Woche abgeschossen.

In diesem Sinne

Euer Swen

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Merkel vs. Papst

5. Februar 2009

In der rechten Ecke steht Papst Benedikt XVI, in der Linken Angela Merkel ihres Zeichens Bundeskanzlerin von Deutschland. Die erste Runde wurde von Angela eröffnet, durch Ihre Äußerungen stellte sie sich höher als der Papst, über dem ja nach Angabe der Kirche nur noch der Heilige Vater persönlich steht, aber was war geschehen? Angela forderte Tatsächlich vom Papst, dass er sich von dem Holocaust Leugner Richard Williamson distanziert und klar stellt dass der Vatikan nichts mit Antisemitismus zu tun hat. Der Vatikan legt dies als belehren des Papstes aus, und auch in den Reihen der CDU kommt es nun zu Angriffen gegen Angela. Sie steht momentan ziemlich Deckungslos im Ring.

Ausgerechnet von Seiten der Herausforderer im Kampf um das Kanzleramt kommt nun Schützenhilfe, denn auch Franz Müntefering stellt sich hinter die Kanzlerin und äußert sich in ähnlicher Weise wie sie. Doch nun schlägt der Vatikan zurück, in Deutschland würden alle antikatholischen Ressentiments auf gebracht werden. Nun, die Tochter eines protestantischen Pfarrers kann natürlich nicht den Mund halten wenn der Papst etwas tut, was ihr nicht gefällt. Natürlich sollte sich der Staat aus Kirchenangelegenheiten heraus halten, so wie auch die Kirche sich nicht in politische Angelegenheiten mischen sollte. Aber auch die Kirche hat sich schon empört über diverses politische geäußert.

Zwischenzeitig wird bereits der Rücktritt des Papstes gefordert, was natürlich nicht so einfach wäre und sicherlich nur eine absolute Notlösung sein dürfte. Als erstes versucht man sich nun in Schadensbegrenzung und dem Zusammenkehren der Scherben. Doch das ganze weitet sich immer mehr zu einem Politikum mit internationalem Interesse.

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Was ist eigentlich mit dem Papst los?

3. Februar 2009

clip_image001Ist denn das zu glauben, das gibt es eine Organisation die man als Splittergruppe der Kirche bezeichnen kann, ihr Name, Piusbruderschraft. Das dürfte wohl so ziemlich das Konservativste sein,  was im Schatten der katholischen Kirche und im Namen des Vaters aktiv ist. Nun sollen vier Bischöfe -die übrigens illegal geweiht wurden- dieser Bruderschaft nach ihrer Exkommunikation wieder zurück in den Schoß der Kirche geholt werden. Das schlimmste dabei dürfte wohl sein, dass auch der britische Holocaust-Leugner Richard Williamson, unter diesen vieren ist.

Wenn der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad behauptet, den Holocaust habe es nie gegeben, dann ist das schlimm, aber das ist profilier Gehabe und dient hauptsächlich der Provokation. Wenn jetzt aber Menschen die der katholischen Kirche in welchem Sinne auch immer nahe stehen, behaupten den Holocaust habe es nicht gegeben, dann ist das eine Katastrophe. Und wenn dann der amtierende Papst solche Menschen wieder kommunizieren will, dann kann richtet das politischen Schaden an, und wenn es ein deutscher Papst ist, dann wird die Sache noch viel komplizierter.

Nun lief es lange Zeit gut für den Papst und seine Kirche, überall empfing man ihn mit offenen Armen, denn er sollte ein Papst des Fortschritts werden. Aber was nun passiert kann man als vollkommenen Rückschritt bezeichnen. Schon in der Vergangenheit wurde dem Vatikan unterstellt, man habe sich nicht offensichtlich genug von Hitler und seiner Judenpolitik distanziert. Doch was passiert nun? Wird der Papst auf NPD Parteitagen reden? Nun gut so schlimm wird es sicher nicht werden, aber ich denke, wie viele andere auch, der Papst muss sich von der Piusbruderschaft und den Holocaustleugner distanzieren, denn sonst läuft er Gefahr, sich und seine Freunde politisch zu isolieren, ja politisch, denn darum geht es doch in erster Linie bei der Kirche um Politik, dass man das ganze unter dem Deckmantel der Religion packt ist vollkommen legitim, denn das tat die Kirche schon immer. Wie sonst hätte es zu den Kreuzzügen kommen sollen? Man sollte aber nicht außer acht lassen, dass das was gerade passiert eigentlich keine echte Überraschung ist. Kardinal Ratzinger wie Papst Benedikt XVI ja vor seinem zweiten Leben hieß wurde uns als Hardliner angekündigt, er hatte immer etwas veraltete Denkansätze und vielleicht zeigt er uns gerade einfach sein wahres Gesicht, nachdem er in den ersten Jahren seines Amtes auf Schmusekurs mit der ganzen Welt ging.

Wie dem auch sei, entweder der Papst ändert seinen Kurs oder er läuft Gefahr zu kentern.

Gruß

Swen

Gesellschaftliches , , , , , ,


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