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Artikel Tagged ‘Kinder’

Warten auf den Tag X

28. Januar 2009

clip_image001Ich trenne mich von meiner Frau, fange von vorne an, so eine Scheidung kostet zwar Geld, sollte aber nicht ewig dauern.

Das waren Gedanken, die ich vor beinahe zwei Jahren hatte, jetzt sitze ich hier und warte noch immer auf den Tag an dem die Scheidung endlich gelaufen ist. Meine Noch-Frau will die Scheidung scheinbar nicht, anders kann ich mir nicht erklären, dass sie es nicht schafft einfachste Formulare auszufüllen und lieber Geldstrafen bekommt.

Das traurigste an der Geschichte ist natürlich, dass wie so oft in Scheidungen auch bei mir ein Kind involviert ist, und dass die Mutter des Kindes mir den Kontakt verweigert. Stattdessen muss ich mir über dritte immer wieder Geschichten anhören, was ich alles angeblich getan hätte und somit eigentlich selbst Schuld bin dass ich keinen Kontakt bekomme. Wenn es in Deutschland noch so etwas wie Gerechtigkeit gibt, dann sollte eine Zwangsscheidung möglich sein, ohne dass die Gute irgendwas dagegen tun kann.

Auch wenn ich versuche immer gut drauf zu sein, muss ich ganz klar sagen ohne meine Verlobte wäre das gar nicht möglich, denn sie baut mich immer wieder auf, ok sie tritt mir auch ab und an den Allerwertesten wenn ich mal wieder resigniere. Aber mal ehrlich als Vater hat man in Deutschland wirklich wenig Rechte, ich wollte das Anfangs auch nicht wahr haben, aber nachdem ich dann beinahe ein Jahr vom Jugendamt hingehalten wurde und auch nach einem Umzug von ihr beim nächsten Jugendamt nur kam, dass man mir nicht helfen könne, war ich dann überzeugt. Was dort zählt sind nur die Aussagen des Menschen mit dem das Kind zusammenlebt, als Vater steht man da wirklich mit dem Rücken zur Wand und bekommt dieses „Sie sind doch selber Schuld, warum trennen sie sich auch“ Gefühl.

Tja jetzt hoffe ich einfach, dass es wirklich nicht mehr lange dauert bis endlich der Scheidungstermin ist, sonst verzweifle ich wahrscheinlich wirklich noch.

Quelle des Bildes: http://www.darum-verdi.de

Beziehungsweise , , , , , , ,

Eine Frage der Perspektive

27. Januar 2009

Man kann jetzt anfangen zu streiten, wenn man auf die Frage stößt ob die ALG II Sätze für Kinder zu niedrig sind. Die Einen sagen ja und die anderen nein. Ein Nein kommt meistens von der arbeitenden Bevölkerung und ich kann natürlich verstehen, dass die sagen, sie müssten ihre Kinder ja auch mit dem durchs Leben bringen was sie verdienen und dass es nicht sein könne, dass ein ALG II Empfänger sich auf die faule Haut legt und dafür auch noch Geld bekommt.

Aber, unabhängig von den Eltern sollte dafür gesorgt werden, dass die Kinder nicht darunter leiden müssen. Laut unserer Verfassung muss allen Bürgern diesen Landes der Zugang zu Kultur und Bildung ermöglicht werden und hier sieht das Bundessozialgericht ein Problem bei den aktuellen und auch den geplanten ALG II Sätzen für Kinder. Es geht dabei nicht um die Frage, wie viel sich die Eltern in diesem Fall in die Tasche stecken können, sondern darum auch Kinder von Sozial schwachen Familien eine Chancengleichheit oder zumindest eine Chancenannäherung zu bieten.

Es kann doch nicht wirklich sein, dass für Kinder aus diesen Familien das einzig Kulturelle aus dem Fernseher kommt und meistens der Bildungsweg nach dem Abi –wenn überhaupt- zu Ende ist weil sich die Eltern keine bessere Bildung leisten können.

Und machen wir uns bitte nichts vor, im Fernsehen sehen wir natürlich immer wieder die Menschen, die selbst sagen, sie wollen ja gar nicht arbeiten gehen, weil ALG II ja zum Leben reicht. Es gibt aber durchaus auch andere Menschen, solche die gerne arbeiten wollen, aber denen z.B. wegen Krankheit keine Chance gegeben wird. Was ist mit deren Kindern? Sollte uns allen das wirklich egal sein? Ich behaupte nein. In Deutschland wurde nicht ohne Grund vor sehr vielen Jahren die so genannte Sippenhaft abgeschafft, wenn aber hier und heute Kinder eigentlich für das eventuelle Fehlverhalten ihrer Eltern bestraft werden, in dem sie nur das nötigste essen können und später auf dem Trittbrett eines Müllwagens stehen müssen, weil es eben auch an Bildung haperte, dann hat hier als erstes der Staat versagt. Wenn dass Geld am Ende nicht dort ankommt wofür es gedacht war, dann liegt es natürlich an den Eltern, aber das werden ihnen die Kinder dann für den Rest des Lebens danken.

In diesem Sinne sollte jeder der sich beschwert er müsse jetzt auch noch mit seinen Steuergeldern mehr für die Kinder dieser stinkfaulen Hartz IV Empfänger zahlen, darüber nachdenken, dass es auch um die Zukunft unseres Landes geht. Die Müllabfuhr wird früher oder später automatisch erfolgen, aber Medikamente erfinden sich nicht von selbst.

Gesellschaftliches , , , ,


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