Los ging es für uns am Samstag um 14 Uhr, oder eben nicht, denn in Wahrheit ging um die Zeit in Recke noch gar nichts. Also machten wir es uns in einem ortsansässigen Eiscafé bequem und warteten auf den Beginn. Wir fragten zwischendurch übrigens auch mal bei den Standbetreibern nach um zu erfahren, wann es denn los gehen sollte bekamen aber erst bei dem Betreiber des Kettenkarussells eine einigermaßen passende Antwort. Zitat: “Zwischen vierzehn und fünfzehn Uhr machen die ersten Fahrgeschäfte auf, um sechszehn Uhr ist der Fassanstich” Wir fragten uns in diesem Moment nur, was denn hier kaputt ist immerhin kennt man das selbst von anderen Kirmeswochenenden in NRW und anderswo in Deutschland anders. Aber es ging dann tatsächlich zwischen vierzehn und fünfzehn Uhr los.
Und los ging es dann auch erst mal für Vanessa und Antje, beide extrem geil auf Fahrattraktionen der Kirmes. Zuerst sprangen sie also in das Hully Gully, ein auf den ersten Blick wirklich harmloses Gefährt, aber bei genauer Betrachtung entpuppte sich das Ding als wirklich aufregend, denn es drehte sich nicht nur im Kreis sondern es ging auch nach oben und kippte dann den Sitzbereich seitlich ab.
Natürlich musste auch der Break Dance besucht werden, gerade Vanessa die nicht wusste was da auf sie zu kommen würde war hell auf begeistert, und steuerte Zielstrebig darauf zu. Was uns Erwachsene eher aus der Bahn wirft, weil es im Alter doch etwas anstrengend wird, ermuntert die Kleinen eher dazu immer wieder einzusteigen. Und auch Vanessa konnte nicht wirklich genug davon bekommen.
Es ist also kein Wunder, dass Vanessa lässig ihren Lutscher lutscht während Antje etwas gequält drein schaut und vielleicht schon wünscht, dass sie die Fahrt hinter sich hätte.
Ein Riesenrad gehört wohl zu jeder Kirmes, also findet man auch in Recke ein 38 Meter kleines Riesenrad, in das dann auch Swen, Vanessa, Marcus und Kevin eingestiegen sind. Eigentlich handelt es sich dabei ja mehr um ein Erholungsgerät nicht so, wenn sich die Gondeln drehen lassen und das Personal nichts besseres zu tun hat als die Gondel mit aller Graft zu drehen, so dass man dann mit schnell drehender, wackelnder Gondel auf 38 Metern ankommt und der Versuch etwas zu sehen am Drehwurm scheitert. Selbst wenn man keine Höhenangst hat, wird einem in diesem Moment wirklich anders. Den Kindern machte das ganze natürlich nichts aus, Marcus und Swen beteten jedes mal wenn sie unten ankamen, dass nicht wieder an der Gondel gedreht werden würde.
Eigentlich mal für Kinder gedacht, konnten sich auch Antje und Val nicht beim “Enten angeln” zurück halten. In dem Becken sind übrigens Fische und Enten und Swen war der Meinung, dass man die Fische im Becken lassen müsse weil es ja Enten angeln heißt, was natürlich völliger Blödsinn war, denn es handelt sich schließlich um ein Kinderspiel.
Kommen wir nun nochmal zu einem wirklich ernsten Thema, uns war ja klar, dass man in NRW keine Ahnung von Weißbier hat. Nichts desto Trotz hat sich Swen ein Weizen und Val ein Cola – Weizen bestellt, mit dem Ergebnis, dass ein Schluck Cola ohne Kohlensäure in ein kleines halbvolles Weizenglas geschüttet wurde, den Rest des Weizens gab es dann in der Flasche an den Tisch. Daneben war das schlimmste allerdings das viel zu warme Weizen. Und das von einem der größten Getränkelieferanten der Region, das war wirklich eine schlechte Werbung.
Alles in allem war es aber ein wirklich toller Tag in Recke, auch wenn wir Abends alle müde waren und Rückenschmerzen hatten. Die Kinder hatten ihren Spaß und das war das wichtigste.
In diesem Sinne
Val & Swen
Allgemein
Break Dance, Kirmes, NRW, Paulaner, Recke, Riesenrad
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