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Der neue Präsident ist da

Gestern hat er seinen Amtseid abgelegt und eine beeindruckende Rede gehalten, die Sprache ist natürlich von Barack Obama. Ich habe das ganze dual verfolgt, also im Fernsehen via deutsches Programm und zeitgleich via PC im US-TV. Natürlich, die Bilder waren die selben, aber allein die Kommentare der amerikanischen Moderatoren waren es wert auch in der Landessprache des Präsidenten zu sehen.

Allerdings fällt eines immer wieder auf, schon wenn ein US-Präsident gewählt und spätestens wenn er im Amt ist, bekommt man den Eindruck, es ginge nicht nur um den US-Präsident, sondern um den Welt-Präsidenten. Klar, die deutsche Politik ist gegen das was in den USA passiert wirklich glanzlos. Ein deutscher Kanzler oder eine deutsche Kanzlerin werden hinter verschlossener vereidigt, man weiß eigentlich nur, dass es sie gibt und dann gehts auch schon los. Gut, im Vergleich zu einem US-Präsidenten hat so ein Kanzler/eine Kanzlerin im Grunde ja auch keine Macht. Denn alles Macht der Bundestag und der Bundesrat.Aber auch ein Präsident muss das Repräsentantenhaus überzeugen und Alleingänge können seinen politischen Tod bedeuten.

Aber unabhängig von all diesem politischen drum rum, hat Barack Obama so ziemlich alle Menschen auf der Welt in seinen Bann gezogen. Alle Hoffnung der Welt scheint nun auf ihn zu beruhen, als wäre er der Heiland, der all unsere Sünde wegwaschen könnte. In den USA ist dieser Hype ja nachvollziehbar, er verkörpert den amerikanischen Traum, von der Unterschicht zum Präsidenten. Und damit nicht genug, von dem Kind einer Einwanderer Familie zum Präsidenten. Der Traum von Millionen Afroamerikanern hat sich am gestrigen Tag erfüllt, endlich gibt es einen schwarzen Präsidenten. 

Michael Moore schrieb mal ein Buch über die "Stupid White Men" also die dummen weißen Männer, in dem er zeigte, dass gerade die weißen Männer die sind, die die größten Verbrechen begehen, und damit dürfte er wenn man sich die amerikanische Geschichte ansieht sogar recht haben.

Aber kann Barack Obama wirklich die ganze Welt verändern? Nun, im Grunde hat er das bereits durch seinen Wahlsieg getan, aber nun ist es vorbei mit "Yes we can" ab heute muss es heißen "Yes wie do" und es wird ein langer steiniger Weg für ihn werden, aber er wird ihn gehen, hoffen wir, dass die restliche Welt ihn mitgeht. 

Was ist nun eigentlich mit Bush? Zunächst einmal kehrte er zurück nach Texas, dort wird er sich nun überlegen, was er als nächstes tut. Ein Buch ist von ihm sicher nicht zu erwarten, denn glaubt man diversen Quellen, kann er nicht einmal richtig lesen. Vielleicht schafft er es endlich das Buch über die Raupe nimmer satt zu ende zu lesen. Wenn er Pech hat, wird er allerdings schon bald wieder in Washington aufschlagen müssen, denn die neue Regierung prüft alle seine Erlasse und behält sich wohl rechtliche Schritte vor. 

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