In den vergangenen acht Jahren passierte eine menge Müll in den USA, einer der Hauptverursacher, war aus meiner Sicht immer George W. Bush. Und es gibt einen Menschen, der diese Ansicht mit teilt, und der so wenig er Bushi auch mochte, gerade durch ihn an internationaler Bekanntheit gewann. Diese Person ist der Regisseur und Autor Michael Moore. Zu seinen bekanntesten Filmen gehört in Deutschland sicher Bowling for Columbine in dem es um das Schulmassaker an der Columbine Highschool geht und Fahrenheit 9/11 in dem er die Möglichkeit in Betracht zieht, dass der Bush Club für den Terroranschlag vom 11.September.2001 verantwortlich sein könnte.
Er lebt in Flint Michigan, dort ist er auch geboren und wer es nicht weiß, dort wurde General Motors gegründet. Somit könnte man sagen, hat er Wirtschaftsabschwung der letzten Jahre hautnah erlebt, seine Familie arbeitet übrigens für GM. Er selbst drehte 1988 mit einem wirklich kleinen Budget den Film Roger & Me in dem es passender weise um die Verelendung von Flint geht, nachdem GM bekannt gab, dass die Motorenwerke geschlossen werden. Noch heute stehen übrigens die alten Firmenruinen in Flint.
Michael Moore gewann die größte internationale Bekanntheit durch seine satirischen Bücher, durch die auch ich auf ihn aufmerksam wurde. Los ging es damals mit Stupid White Men (2001), in dem er die vermeintliche Elite angreift und Georg Bush offen des Wahlbetrugs bezichtigt. Er sagt in diesem Buch, dass die größten Verbrechen, von weißen Männern mit viel Geld begangen werden und nicht von armen Afroamerikanern.
2003 rechnete er dann im Buch "Volle Deckung Mr. Bush" mit eben diesem ab. Für ihn ist klar, Bushi kann nicht lesen. Kann er vieleicht auch nicht, aber wäre es dann nicht sogar so, dass er für alles was passierte keine Verantwortung übernehmen muss da er ja nicht einmal wusste was er da veranlasste?
Ich habe das Buch erst im vergangenen Jahr gelesen, aber 1996 erschien bereits Querschüsse, in dem es um die soziale Kälte und die Gier nach Macht und Geld der Politiker und Firmenbosse geht. Darin beschreibt Moore, wie er selbst eine abstruse Organisationen gründete und Politikern Schecks zukommen lies, und diese selbst angenommen wurden, wenn die Organisation eine andere Meinung vertrat als die offizielle des Politikers. Und somit wurde von vielen Politikern eigentlich bewiesen, dass es ihnen nur ums Geld geht.
Das neueste Buch "Yes, we can" ist im Grunde nichts anderes als Michael Moores Wahlhelfer, nicht nur für den Wähler, sondern auch für den Präsidentschaftskandidaten Barack Obama. Michael Moore weißt auf einige in der Vergangenheit gemachten Fehler hin, und hofft, dass sich diese nicht wiederholen. Im Zweifelsfall wäre es für Obama das beste einfach verlieren zu wollen, damit würde er vermutlich eher Präsident als mit dem Versuch unbedingt ins Weiße Haus zu wollen. Was das soll? Ganz einfach, die demokratischen Präsidentschaftskandidaten haben in der Vergangenheit gerade die Wahlen gewonnen, von denen man bereits im Vorfeld dachte "Das müssen sie einfach schaffen" aber gerade dann begingen sie peinliche Fehler. Zum Glück nicht dieses mal, zumindest waren sie nicht so schlimm die Fehler, was macht es schon, das Obama ein Haus mit Grundstück zum Präsidentenvorzugspreis kaufte? Gerade wo die Immobilienpreise im Keller sind,fällt sowas nicht wirklich ins Gewicht.
Michael Moore wird übrigens zur politischen Linken gezählt, selbst die Demokraten dürften ihm da noch nicht Links genug stehen.
Er schafft es sogar junge Amerikaner für Politik zu interessieren, so dass sie sich für die Wahlen registrieren lassen. Ja, in den USA hat nicht jeder automatisch die Möglichkeit zu wählen, sondern muss sich erst mal in das Wählerregister eintragen lassen.
Es gibt übrigens auch, wie sollte es anders sein, Kritiker die Michael Moore am liebsten das Schreiben verbieten würden. So soll er immer wieder Unwahrheiten in seinen Büchern verarbeiten, dass mag schon sein, aber wenn man nur die Dinge nimmt, an denen die Kritiker nichts auszusetzen haben, dann genügt das schon. Und machen wir uns nichts vor, allein der Schreibstil von Moore ist einmalig.
Wenn jetzt Interesse besteht ein Buch von Mr. Moore zu lesen, dann nichts wie zum Buchladen, gibt’s ja auch einige gute im Netz.
Und wer mehr über Moore wissen will:
Wikipedia
Moores Homepage man sollte allerdings englisch beherrschen 
Autoren und Bücher
Demokrat, Micheal Moore, Präsident, Republikaner, Satiere, USA. 11.September
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